Rheumatisches Fieber

Rheumatisches-Fieber

Bei dem rheumatischem Fieber handelt es sich um eine Erkrankung in Folge einer bakteriellen Infektion mit Streptokokken. Die Erkrankung kann unterschiedliche Teile des Körpers betreffen. Besonders häufig wird sie im Herzen und in den Gelenken wiedergefunden. Aber auch Haut und Nervensysteme können der Infektion einen Nährboden bieten, obwohl man sie in diesen Regionen weitaus seltener antrifft. 

Was ist rheumatisches Fieber?

Generell kann bei rheumatischem Fieber von einer Entzündungsreaktion gesprochen werden. Betroffene infizieren sich mit dem besagten Bakterium, welches Gifte produziert, wodurch es zu einer Infektion der oberen Atemwege kommt. Diese äußert sich im Zusammenhang mit rheumatischem Fieber in den meisten Fällen in Form einer Mandel- oder Rachenentzündung. Das rheumatische Fieber selbst ist keine eigenständige Krankheit, sondern vielmehr eine Folgeerkrankung als Reaktion auf die Infektion.

Verkauf der Krankheit

Nach der Erkrankung der oberen Atemwege bildet der Körper Antikörper, um die Bakterien, die zu den Symptomen geführt haben, zu beseitigen. Oft handelt es sich um ein Zeitfenster von ungefähr 10 bis 20 Tagen, ehe dieser Prozess abgeschlossen ist. Patienten fühlen sich während des Ablaufes meistens nicht krank. Der Körper konzentriert sich vorallem darauf, den Antikörpern eine solche Struktur zu verleihen, die der Vernichtung eines bestimmten Proteins entspricht, über das die Bakterien verfügen. Gleichzeitig sind körpereigene Gewebe, wie zum Beispiel Gelenke, Herzmuskel- Haut oder Gehirnzellen, aus einem Protein aufbaut, welches dem des Bakteriums sehr ähnelt. Die Antikörper, die ins Leben gerufen wurden, um gegen die schädlichen Bakterien vorzugehen, greifen nun ebenfalls gesunde Regionen an, weil diese dem Aufbau der Eindringlinge ähnlich sind. Aus diesem Prozess heraus bildet sich das rheumatische Fieber in Form von Gelenkentzündungen oder einer Entzündung einzelner Bestandteile des Herzens.

Inwiefern ist das Herz von rheumatischem Fieber betroffen?

Generell möglich ist die Entzündung aller Regionen, die an der Herzwand grenzen, differenziert wird jedoch in:

  • Herzmuskelentzündung
  • Herzinnenschicht
  • Herzbeutelentzündung

Die Entzündung hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Herzens und somit für die betroffenen Person generell. Im Rahmen der Erkrankung kann das Herz in seiner Funktionstüchtigkeit stark eingeschränkt werden. So ist eine erhöhte Herzfrequenz sowie ein unregelmäßiger Schlag ebenso möglich wie veränderte Herzklappen, die dementsprechend nicht mehr einwandfrei arbeiten können.

Wenn rheumatisches Fieber die Gelenke trifft

Die Beschwerden in Form von Schmerzen und Schwellungen treffen meistens mehrere Gelenke gleichzeitig oder abwechselnd. Häufig erkranken Knie-, Hüft- und Sprunggelenke. Man spricht von einer Gelenkentzündung oder Arthritis. Trotz der Entzündungen und Schmerzen verursacht die Erkrankung keine bleibenden Schäden an den Gelenken. Bei Abklingen des rheumatischen Fiebers sind die Gelenke in vollem Umfang einsatzbereit, ohne weitere Schmerzen bereit zu halten.

Hautveränderungen durch rheumatisches Fieber

Neben dem Herzen und Gelenken kann die Erkrankung ebenfalls zu einer Veränderung der Haut führen. Besonders häufig werden hier Knötchen im Hautgewebe beobachtet. Diese befinden sich überwiegend an Armen und Beinen, können jedoch auch das Herz betreffen. Etwa eine von zehn Personen leidet zudem unter Rötungen der Haut.

Diagnose rheumatisches Fieber

Als Ausgangspunkt für eine Diagnose gelten die beschriebenen Symptome und Beschwerden. Hegt der Arzt den Verdacht, dass rheumatisches Fieber diese verursacht, helfen in erster Linie Blutuntersuchungen. Ein Abstrich des Rachens liefert bei einer Laboruntersuchung Aufschluss darüber, ob der Patient an einer Infektion durch Streptokokken erkrankt ist. Zudem kann bestimmt werden, wie hoch die Konzentration der Antikörper im Blut ungefähr ist, welche die Bakterien bekämpfen sollten.
Neben den Laboruntersuchungen wird zudem der Zustand des Herzens begutachtet. Dies geschieht insbesondere durch einen Ultraschall oder durch ein EKG.

Therapie

Wurde rheumatisches Fieber diagnostiziert, muss dieses umgehend behandelt werden. Betroffene stellen zwar keine Bedrohung für ihre Umwelt dar, weil die Erkrankung nicht ansteckend ist, dennoch kann sie unter Umständen für die Person selbst gefährlich werden. Im Mittelpunkt der Therapie durch einen Arzt steht insbesondere die Vernichtung der Streptokokken-Bakterien. Dies geschieht in vielen Fällen mit Penicillin. Patienten müssen sich zudem auf eine längere Bettruhe einstellen, bis das Fieber komplett abgeklungen ist. Je nachdem, welche Symptome auftreten, müssen diese konkret behandelt werden. Das bedeutet oft eine Therapie aus verschiedenen Medikamenten. Neben chemischen Mitteln können Betroffene jedoch auch durch Hausmittel Erfolge erzielen. Bei entzündeten Gelenken hilft eine Kälteanwendung in Form von Eisbeuteln, Fieber kann mit kalten Wadenwickeln gesenkt werden. Es ist wichtig, dass Patienten während der Erkrankung viel trinken und sich schonen. Darüber hinaus können Hals- und Zwiebelwickel ohne Chemie unterstützend wirken. Der Halswickel sollte lediglich feucht sein, bei einem Zwiebelwickel muss darauf geachtet werden, dass die Zwiebeln möglichst klein geschnitten sind. Anschließend werden die Stücke in ein Tuch gegeben, welches zuvor in heißes Wasser getränkt worden ist. Der Zwiebelwickel eignet sich zur äußerlichen Anwendung und wird auf die Ohren gelegt, wo er den Heilungsprozess positiv beeinflussen kann.

Welche langfristigen Folgen birgt rheumatisches Fieber?

Die meisten Beschwerden verschwinden nach Abklingen der Erkrankung, ohne dauerhafte Schäden zu hinterlassen. Sobald die Entzündungen zurückgehen, bleiben in Haut und Gelenken normalerweise keine Schmerzen oder ähnliches. Anders sieht es jedoch aus, wenn das Herz betroffen ist. Rheumatisches Fieber im Bereich des Herzens kann die Herzklappen langfristig in ihrer Funktion verändern und einschränken. Die mit zwei bis fünf Prozent leicht erhöhte Sterblichkeit in Folge des rheumatischen Fiebers lässt sich beinahe komplett auf eine Erkrankung im Brustbereich zurückführen. Im Rahmen der Erkankung ist es möglich, dass ein plötzlicher Herzstillstand eintritt. Während rheumatisches Fieber in den meisten Regionen harmlos endet, kann es in anderen den Tod des Patienten verursachen. Deshalb ist es ratsam, bei einer Infektion der oberen Atemwege in akuten Fällen unbedingt einen Arzt aufzusuchen.

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