Ab wann wird erhöhte Temperatur zu Fieber?

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Eine erhöhte Temperatur muss nicht krankheitsbedingt sein. Bei einem gesunden Menschen liegt die Körpertemperatur zwischen 35,8 und 37,2 °C, kann aber auch je nach Aktivität, Tageszeit und Gesundheitszustand ansteigen, doch ab wann ist es erhöhte Temperatur und sogar Fieber?

Bei bester Gesundheit ist es ganz normal, dass die Körpertemperatur nachts etwas niedriger liegt und tags um bis zu zwei Grad Celsius steigen kann. So kann sich die eigene Körpertemperatur also auch ohne Fieber erhöhen. In der Sauna zum Beispiel steigt aufgrund der heißen Luft die Körpertemperatur auf 39 °C an. Auch in der Sonne reagiert der Körper auf die Umgebungstemperatur und versucht, den Sollwert im Körperkern aufrechtzuerhalten, indem er durch Schwitzen und verstärkte Durchblutung die Wärmeabgabe erhöht. Vor sportlichen Betätigungen soll sogar aktiv die Körpertemperatur durch Aufwärmen erhöht werden, da dies die physiologischen Körperprozesse verbessert, die Verletzungsgefahr senkt und höhere Leistungen erzielt werden können. So kann bei Leistungssportlern eine erhöhte Temperatur von 39 °C gemessen werden.

Wenn sich eine Person allerdings schlecht fühlt und dabei eine erhöhte Temperatur festgestellt wird, so ist diese ein deutliches Krankheitssignal. Dabei ist es zwischen 37 und 38 °C lediglich eine erhöhte Temperatur und ab ca. 38,1 °C spricht man von leichtem Fieber. Fieber ist in der Regel eine Methode des Immunsystems, die Stoffwechselvorgänge zu beschleunigen, weiße Blutkörperchen zu produzieren und Krankheitserreger zu bekämpfen. Es ist also ein deutliches Warnzeichen dafür, dass sich der Körper mit einer Infektion auseinandersetzt. Somit ist eine leicht erhöhte Temperatur Ergebnis der Selbstheilung des Körpers und sollte im Normalfall nicht gleich mit Medikamenten bekämpft werden. Ab 39 °C spricht man allerdings bereits von hohem Fieber und ab 40 °C von sehr hohem Fieber, welches dann den Körper wiederum extrem belastet und schließlich zu Kreislaufversagen und sogar zum Tod führen kann. Die Obergrenze liegt bei 42,6 °C.

Bei Kleinkindern steigt die Temperatur öfter an, kann aber auch zu schnell ansteigen, was vor allem bei Jungen zu Fieberkrämpfen führen kann. Bei Älteren Menschen kann oft schon eine leicht erhöhte Temperatur zwischen 37 und 38 °C alarmierend sein.

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