Was tun bei Gelbfieber?

Gelbfieber

Das Gelbfieber ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich in tropischen Ländern wie Afrika und Mittel- und Südamerika verbreitet ist. Die Virusinfektion wird durch den Stich eines Moskitos übertragen. Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere können mit dem Gelbfieber infiziert werden.

Man unterscheidet zwei verschiedene Arten der Krankheit: Das sylvatische Gelbfieber und das urbane Gelbfieber. Die erste Form kommt nur im Dschungel und dessen Randgebieten vor. Normalerweise handelt es sich hierbei um eine Infektion, die von Mücken auf Affen übertragen wird. Wird ein Mensch von einer solchen Mücke gestochen, erkrankt er an dem sogenannten Dschungelfieber. Beim Urbanen Gelbfieber handelt es sich um eine Erkrankung die durch Mücken in Stadtgebieten übertragen wird. Es ist wesentlich häufiger zu finden als das Dschungelfieber. Es können bei einer solchen Ansteckung schnell Epedemien entstehen.

Drei bis acht Tage nach dem Stich kommt es zum Ausbruch der Krankheit. Es gibt unterschiedliche Schweregrade, manchmal ist die Erkrankung kaum zu bemerken, in anderen Fällen kann sie bis zum Tod führen. Am häufigsten ist der Krankheitsverlauf jedoch gut zu verkraften. In der ersten Phase nach der Infektion äußert sich das Virus durch uncharakteristische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Nasenbluten, Übelkeit und Erbrechen und einen verlangsamten Puls. 75 Prozent aller Infektionen mit dem Virus heilen nach dieser Phase wieder ab und der Patient wird vollständig gesund. Bei den anderen 25 Prozent kommt es zu einer zweiten Phase, der sogenannten toxischen Phase. Es entwickeln sich hier deutliche Anzeichen für ein Leber-Nierenversagen. Es kommt zu einem erneuten Ansteigen des Fiebers, es entwickelt sich Gelbsucht und ein Anschwellen der Leber und der Patient muss kaffeesatzartiges Blut erbrechen. Nasenbluten, blutiger Durchfall, Blutdruckabfall, eingeschränkte Herzfunktion sind ebenfalls mögliche Symptome. Auch können Bewusstseinsstörungen, Sprachstörungen, Zittern, Krämpfe und Verwirrtheit ausgelöst werden. Um sich vor dem Gelbfieber zu schützen, ist vor der Einreise in tropische Länder unbedingt eine Gelbfieberimpfung notwenig.

Es gibt bisher keine bekannten wirksamen Medikamente gegen das Gelbfieber. Bei Verdacht auf eine Infektion ist eine Therapie im Krankenhaus ratsam. Bei Auftreten von Symptomen der toxischen Phase ist eine intensivmedizinische Betreuung notwenig. In 80 bis 90 Prozent aller Erkrankungen heilt das Gelbfieber wieder vollständig aus.

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