Private und gesetzliche Krankenversicherung

SONY DSC

Anders als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet die private Krankenversicherung verschiedene Tarife, man kann sich hierbei aus einzelnen Modulen eine eigene Versicherung zusammenbauen, die die Leistungen beinhaltet, von denen man annimmt, dass man sie in Anspruch nehmen muss. Wer also eine private Krankenversicherung abschließt hat wesentlich mehr eigenen Gestaltungsspielraum.

Der Leistungsumfang in der GKV ist genau festgelegt und wird gegebenenfalls vom Gesetzgeber verändert und neu definiert. Schließt man hingegen eine private Krankenversicherung ab, so ist der Leistungsumfang im Vertrag genau definiert und kann während der gesamten Laufzeit nicht einseitig verändert werden. Natürlich bietet auch eine private Krankenversicherung die Möglichkeit, nur Leistungen abzusichern, die auch die GKV bezahlt, aber darüber hinaus gibt es noch viele Optionen. So können Leistungen wie etwa die Behandlung durch einen Heilpraktiker, der Anspruch auf Chefarztbehandlung im Krankenhaus, der Anspruch auf ein Einzel- oder zumindest ein Zweibettzimmer im Vertrag aufgenommen werden.

Die private Krankenversicherung zahlt schon im Basistarif 70 % einer benötigten Sehhilfe (Brille oder Kontaktlinse), hier erhält man von der GKV im Prinzip nichts. Besonders gravierend sind die Unterschiede bei Zahnleistungen. Während die private Krankenversicherung 60% oder mehr für Inlays bzw. Implantate zuzahlt, geht man hier bei der GKV leer aus. Auch die Kieferorthopädie wird von der GKV nicht bezahlt, die private Krankenversicherung springt hier ein, wenn man den entsprechenden Modul mit im Vertrag vereinbart hat. Es gibt sehr viele Unterschiede, einen genauen Überblick über das Leistungsspektrum der privaten Krankenkassen kann man sich auf http://www.pkv-vergleich.net/pkv-vergleich/pkv-leistungsumfang/abgrenzung/ verschaffen.

Aber die privaten Krankenversicherungen haben natürlich nicht nur Vorteile. Ein gravierender Unterschied besteht darin, dass es bei der GKV die Familienversicherung gibt, die nicht arbeitende Ehefrau wird beim Ehemann beitragsfrei mitversichert, ebenso die Kinder, bei der privaten Krankenversicherung muss jedes Familienmitglied einzeln versichert werden. Ebenso gibt es Unterschiede bei der Beitragshöhe, die bei der GKV abhängig vom Einkommen ist, bei einer privaten Krankenversicherung sind die Beiträge von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. vom Eintrittsalter. Allerdings gibt es auch in der privaten Krankenversicherung verschiedene Tarife, so den Basis- oder den Standardtarif, mit denen sich viel Geld sparen lässt, allerdings zu Lasten der Flexibilität.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *