Diphterie beginnt oft mit Fieber

Junge Frau krank auf Sofa

Bei der Diphterie handelt es sich um eine schwere Infektionskrankheit, die meist durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Sie zählt außerdem zu den gefährlichsten Kinderkrankheiten. Der Name ergibt sich aus dem griechischen Wort für ‘Lederrollen’ und der Endung -itis, was ‘Entzündung’ bedeutet, und deutet auf das Symptom der Halsbräune hin, welches durch sogenannte Pseudomembranen aus abgestorbener Schleimhaut und Blut hervorgerufen wird. Diphterie äußert sich häufig durch Fieberschübe, entzündete Schleimhäute, Schmerzen in Hals, Bauch und Gliedern, Abgeschlagenheit und starke Müdigkeit und Erbrechen. Die ersten Symptome der Diphterie treten zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung auf, solange dauert also die sogenannte Inkubationszeit.

Da es sich bei Diphterie um eine schwere Erkrankung handelt, wird von Ärzten sofort ein Antitoxin und auch ein Antibiotikum gegeben. Die Betroffenen sind gezwungen, Anstrengungen unbedingt zu vermeiden und am besten Bettruhe einzuhalten. Eine rasche Behandlung der Diphterie ist unbedingt vonnöten, da schwere Komplikationen folgen können. Die Ansteckung erfolgt bei Dyphterie durch die Flüssigkeitströpfchen, die beim Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Da es sich um eine so schwere Erkrankung handelt und die Ansteckungsgefahr groß ist, ist die Krankheit meldepflichtig und eine Impfung soll ihre Ausbreitung verhindern.

Zum Krankheitsverlauf der Diphterie gehört eine schwere Entzündung des Rachens, die mit grau-weißlichen Belägen einhergeht. In schweren Fällen ist die Schwellung des Halses sehr deutlich auch von außen zu sehen. Die Atemwege werden eingeengt und auch innere Organe können geschädigt werden, so hat eine unbehandelte oder zu spät erkannte Diphterie oft eine Herzmuskelentzündung zur Folge. Wenn die Patienten nicht mit Antibiotika behandelt werden, bleiben sie zwei bis vier Wochen ansteckend, bei der Gabe von Antibiotika verringert sich diese Zeitspanne auf wenige Tage. In Deutschland tritt die Diphterie nur noch vereinzelt auf. In den Tropen ist sie noch weit verbreitet, durch Impfungen konnte sie in den Industrieländern jedoch weitgehend eingedämmt werden, sie betrifft hier hauptsächlich Risikogruppen wie Obdachlose oder Menschen mit Vorerkrankungen, die keinen Impfschutz haben.

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