Wenn es eng wird – die Angina

Angina-tonsillaris

Das lateinische Wort Angina steht für “Enge” und “Beklemmung”. Es gibt verschiedene Krankheiten, in denen der Begriff verwendet wird. Dazu gehören zum Beispiel die Angina pectoris und die Angina tonsillaris. 

Die Angina pectoris (auch Herzenge genannt) ist eines der Hauptsymptome bei Patienten mit Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Sie äußert sich durch Schmerzen zwischen den Schulterblättern, Schwere-und Taubheitsgefühl in Armen und Schultern, plötzliche Atemnot sowie Übelkeit und Erbrechen. Typisch sind auch Schmerzen, Druck und Beklemmung hinter dem Brustbein, Schweißausbrüche und ein würgendes Gefühl im Hals. Manchmal gehen die Symptome so weit, dass der Betroffene an Todes- und Erstickungsangst leidet. Bei Frauen treten seltener Brustschmerzen, dafür aber Kurzatmigkeit, Magenbeschwerden oder Müdigkeit auf. Man unterscheidet zwischen einer stabilen und einer instabilen Angina pectoris. Ist sie stabil, leidet der Patient nur bei körperlicher Anstrengung unter wiederkehrenden Symptomen, die sich aber bei entsprechender Behandlung nicht in der Intensität verändern. Instabil ist die Krankheit, wenn die Symptome neu auftreten und an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Die Therapie bei einer stabilen Angina pectoris findet meistens mithilfe von Nitraten statt, die die Blutgefäße erweitern. Diese können per Spray oder Kapsel vom Patienten direkt während des Auftretens der Symptome eingenommen werden. Klingen die Symptome nicht ab, muss ein Notarzt gerufen werden, da die Erkrankung instabil geworden ist und sonst die Gefahr eines Herzinfarktes besteht. In diesem Fall muss der Patient stationär behandelt werden. In seltenen Fällen kann auch eine Operation am Herzen notwendig sein, sofern entstprechende Medikamente keine dauerhafte Linderung schaffen.

Die Angina tonsillaris beschreibt eine Entzündung der Rachenmandeln. Eine solche Mandelentzündung kann auch als Symptom des Pfeifferischen Drüsenfiebers auftreten. Der Patient klagt über Schluckbeschwerden, geschwollene Mandeln und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Häufig können Fieber, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit hinzukommen. Die Angina tonsillaris entsteht meist durch Bakterien (Streptokokken), im Falle des Pfeifferischen Drüsenfiebers aber durch ein Virus (Epstein-Barr-Virus). Besonders anfällig sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. In den ersten Tagen kann sich der Patient selbst behandeln und mit Gurgeln, Lutschtabletten und Tees versuchen, die Mandelentzündung damit selbst zu bekämpfen. Tritt jedoch nach zwei oder drei Tagen keine Besserung ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser verschreibt dann in den meisten Fällen ein Antibiotikum.

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