Typhus – Meldepflichtige Krankheit

typhus

Typhus – eine längst vergessene Erkrankung?

Keinesfalls!
Diese fiebrige Infektionskrankheit breitet sich vor allem unter schlechten hygienischen Bedingungen aus. Wer beabsichtigt in Gebiete zu reisen, in welchen zweifelhafte hygienische Standards herrschen, sollte sich impfen lassen denn unbehandelt kann die Erkrankung zum Tode führen.

Wo kommt Typhus vor?

Sogenannte Hochrisikogebiete finde sich vor allem in Asien, besonders Südostasien. Aber auch in Teilen Südamerikas lässt sich der Erreger finden.
Bei Europäern tritt die Erkrankung fast ausschließlich nach Fernreisen in entsprechende Gebiete auf. Generell bieten Reisen in solche Regionen eine hohe Gefahr, sich auch mit anderen Infektionskrankheiten wie Hepatitis A, Malaria oder Gelbfieber anzustecken. Impfungen und weitere Vorsorgemaßnahmen sind unter anderem in Praxen möglich, die sich auf Tropenmedizin spezialisiert haben. Solche Parxen findet man ganz schnell, wenn man im Internet beispielsweise nach “Tropenmedizin in Stuttgart / Berlin / Hamburg /etc.” sucht.

Wie verbreitet sich Typhus?

Die Erkrankung überträgt sich von Mensch zu Mensch. An Typhus erkrankte Personen scheiden den Erreger über den Stuhl aus, dazu müssen sie nicht zwangsläufig selber Zeichen der Erkrankung zeigen. Die Übertragung erfolgt meist durch die sogenannte Schmierinfektion (fäkal-orale Übertragung). Verunreinigte Nahrung oder Wasser sind die Quelle.

Welche Symptome zeigen Infizierte?

Die Erkrankung verläuft nach einer Inkubationszeit von ein bis drei Wochen in vier Phasen:

Erstes Stadium

Kopf- und Gliederschmerzen, leicht erhöhte Temperatur. Dauer der Phase: Ein bis drei Wochen.

Zweites Stadium

Schneller Fieberanstieg auf etwa 40 Grad, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen und beginnende Bewusstseinsstörungen. Dauer der Phase: Ein bis zwei Tage.

Drittes Stadium

Das Fieber bleibt bei etwa 40 Grad, schwerstes Krankheitsgefühl stellt sich ein, Teilnahmslosigkeit ist zu beobachten, der Patient wirkt heiß und blass. Häufig ist die Zunge gräulich belegt (Typhus Zunge). Ein rötlicher, fleckförmiger Hautausschlag kann entstehen und es kommt zu schwersten Verstopfungen.
Diagnostisch ist neben dem nicht beschleunigten Puls auch die Schwellung der Milz auffällig. Dauer der Phase: Ein bis drei Wochen.

Viertes Stadium

Das Fieber geht etwas zurück, die Verstopfungen werden von Durchfällen abgelöst. Vorsicht! Der Typhus-Erreger ist hier in großen Mengen enthalten!
Es treten vermehrt Schmerzen im Magen-Darm-Trakt auf und in dieser Phase kommen häufig Komplikationen wie Darmblutungen oder Durchbrüche vor. Dauer der Phase: Bis zu fünf Wochen.

Nach der vierten und letzten Phase bilden sich im besten Falle die Symptome zurück. Es kann ein Haarausfall auftreten, der aber auch wieder abklingt.

Wie wird eine akute Typhus Infektion behandelt?

Da es sich bei dem Erreger um ein Bakterium handelt, sind Antibiotika das Mittel der Wahl. Allerdings haben einzelne Erreger schon Resistenzen gebildet und für den Arzt ist es nicht einfach, das richtige Medikament zu finden. Wichtig für den Patienten ist, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, besonders in der Phase heftigster Durchfälle.

Eine durchgemachte Erkrankung hinterlässt bei den Patienten einen Schutz vor erneuter Infektion.

Vorbeugung

Neben der Impfung gegen die Erkrankung sollte man in Risikogebieten streng auf Hygiene achten und keinesfalls rohes Obst, Gemüse oder Leitungswasser zu sich nehmen.

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