Wie hängen Dehydration und Fieber zusammen?

dehydration

Ist ein Körper ausgetrocknet, unterliegt er einer Dehydration. Der Körper verliert mehr Flüssigkeit, ohne dass er die entsprechende Menge erhält. Ein Verlust an Flüssigkeit führt über den Magen-Darm-Trakt mit dem Stuhlgang, über die Lunge mit der Atmung, über die Nieren mit dem Urin sowie über die Transpiration der Haut.
Eine Dehydration kann beim Alkoholkater, bei Verbrennungen, einer Nierenerkrankung, Durchfall und Erbrechen sowie bei Fieber eintreten.
Der Körper sollte über eine ausgewogene Wasser-Salz-Balance verfügen. Sind Salze und Flüssigkeit im Körper ausreichend vorhanden, ist der Wasserhaushalt ausgeglichen.

Mediziner unterscheiden drei Kategorien von Dehydration:
Der Zusammenhang von Dehydration und Fieber liegt in der Kategorie der hypertonen Dehydration bedingt. Dem Körper fehlt in seiner Balance mehr Wasser als Salz (Natrium, NaC1). Das kann bei Fieber vorkommen, im schlimmsten Fall zum Verdursten führen.
Natrium und Kalium regeln den Wasserhaushalt im Körper. Natrium hält mit Chlorid zusammen das Wasser im Gewebe zurück, Kalium hingegen fördert die Wasserausscheidung und reguliert auf diese Art unseren Wasserhaushalt, reguliert sozusagen als Gegenspieler zu Natrium die Flüssigkeitsbalance. Je mehr Natrium (Kochsalz) im Körper vorhanden ist, umso mehr scheidet er Kalium aus. Aber da Kalium der Austrocknung der Körperzellen entgegenwirkt, braucht der Körper wiederum Kalium.

Bei groβer Hitze verliert der Körper durch die Atmung und Hauttranspiration mehr Flüssigkeit. Der Salzgehalt aber bleibt gleich. So ist es beim Fieber, eine der häufigsten Ursachen für eine hypertone Dehydration. Wenn nämlich Fieber im Körper langsam ansteigt, empfinden Betroffene ein Kältegefühl, obwohl es objektiv doch warm ist. Betroffene frösteln, bekommen gar Schüttelfrost. Sinkt das Fieber anschlieβend, tritt Schweiß über die Haut nach auβen. Erkrankte verlieren Flüssigkeit. Begleitender Durchfall und Erbrechen führen zu noch mehr Flüssigkeitsverlust.

Bei der hypotonen Dehydration ist es umgekehrt. Im Verhältnis zum Wasser geht mehr Salz verloren, bzw. mehr Salz wird ausgeschieden. Das könnte bei sehr starkem, übermässigem Schwitzen infolge körperlicher Anstrengungen wie Sport oder körperlicher Arbeit vorkommen. Schweiß, der dabei über die Haut ausgeschieden wird, ist eine hypotone Flüssigkeit.
Auf eine hypotonische Dehydration folgt oft eine isotonische, wenn infolge dieser lediglich mehr Flüssigkeit eingenommen wird, ohne den Kaliumspiegel zu beachten.

Die isotone Dehydration entsteht zumeist durch zu wenigem Trinken. Wasser und Salze gehen zu gleichen Anteilen verloren, bzw. werden dem Körper nicht hinzugefügt. Erbrechen und Durchfall sowie Nierenversagen können ebenfalls Ursachen sein. Der Kaliumspiegel im Blut bleibt auf normalem Niveau. Jedoch reduziert sich das Blutvolumen.
So kann es sein, dass jemand nicht genug trinkt. Einige Menschen verspüren einfach kein Trinkbedürfnis, vor allem ältere Menschen nicht.
Also sollte man stets viel trinken, bei groβer Hitze zwei bis drei Liter am Tag; Wasser, Früchte- und Kräutertees oder Saftschorlen. Dringend notwendig ist eine Flüssigkeitsinfusion mit Mineralstoffen bei fortgeschrittener Dehydration mit deutlichen Anzeichen wie Bewusstseinsstörungen.

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