Wie entsteht ein Fieberkrampf?

Sick baby being checked for illness and fever.

Der Fieberkrampf tritt bei ca. 2 bis 5 % aller Kinder in Europa zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensjahr auf. Es handelt sich um eine fieberhafte Erkrankung die sich mit einem zerebralen Anfall kombiniert. Starkes Zucken der Muskulatur und plötzlicher Bewusstseinsverlust können bei Kindern auftreten.

Die Häufigkeit, dass Kinder an einen Fieberkrampf leiden ist nach dem 5. Lebensjahr sehr gering. Ebenso treten Fieberkrämpfe vor dem 7. Lebensmonat eher selten auf. Was in diesem Stadium der Entwicklung mit Gehirnstruktur der Kinder zusammenhängt. Allerdings ist bis heute noch nicht bekannt, warum nicht alle Kinder an Fieberkrämpfen leiden und welche Hirnregionen für kindliche Fieberkrämpfe verantwortlich sind.

Ein Fieberkrampf hat keine genaue Ursache, kann aber durch gewisse Komponenten begünstigt werden. So kann beispielsweise eine Infektion des Kindes stark in Verbindung mit einem Fieberkrampf kommen. Neben Vireninfektionen spielen auch die Erreger des kindlichen 3 Tage Fiebers eine wichtige Rolle. Diese können einen Krampf auslösen oder sein Auftreten um ein vielfaches begünstigen.
Ebenso zeigt die moderne Medizin, dass Fieberkrämpfe auch genetisch vererbbar sein können. Sollten Fieberkrämpfe in vorherigen Generationen schon öfters aufgetaucht sein, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das auch nachfolgende Generationen einen Fieberkrampf erleiden. Es gibt viele Genorte die Fieberkrämpfe begünstigen können.

Bei einem Fieberkrampf steigt typischerweise die die Körpertemperatur um ein Vielfaches. Es können Körpertemperaturen von über 39°C erreicht werden. Die Muskeln können sich versteifen und es kann zu einem Bewusstseinsverlust kommen. In den meisten Fällen verliert die Muskulatur nach dem Krampf an Spannung und die Kinder sind vollkommen schlaff.

Bei den Formen eines Fieberkrampfes unterscheidet man zwischen einem einfachen und einem atypischen Fieberkrampf.
Die Symptome sind bei beiden Fieberkrämpfen die gleichen, sie unterscheiden sich nur in der Dauer und die Tatsache ob sich der Krampf wiederholt oder nicht.
Bei einem einfachen Fieberkrampf dauern die Krämpfe weniger als 15 Minuten und wiederholen sich innerhalb von 24 Stunden nicht. Handelt es sich um einen atypischen Fieberkrampf dauern die Krämpfe länger als 15 Minuten und wiederholen sich in den nächsten 24 Stunden mehrfach. Die Wahrscheinlichkeit an einer Epilepsie zu erkranken steigt dadurch um ein Vielfaches.

In 90 % aller Fälle endet der Fieberkrampf in weniger als einer Minute. Dauert der Fieberkrampf länger als 15 Minuten muss man Medikamente, meist rektal, sofort verabreichen um den Krampf zu unterbrechen. Die Behandlung während eines Fieberkrampfes ist ähnlich wie bei einem Epileptischen Anfall. Hierbei sollten alle spitzen oder scharfen Gegenstände aus dem Umfeld des Kindes entfernt werden um die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Man sollte besonnen reagieren und genausten die Atmung und die Atemzugzahl pro Minute im Auge behalten. Diese kann durchaus flacher und geringer als sonst ausfallen. Es erweckt schnell den Anschein eines Atemstillstandes, was aber bei genauer Betrachtung keiner ist. Auch eine Blaufärbung der Haut ist bei einem Fieberkrampf nicht ungewöhnlich.

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