Was ist das 3-Tage-Fieber?

Das 3-Tage-Fieber verläuft meist harmlos (Bildquelle: BigStock-ID: 18982877 by greenland)

Als 3-Tage-Fieber bezeichnen Mediziner eine verbreitete Viruserkrankung, unter der besonders häufig Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren leiden. Seltener sind auch ältere Kinder oder Erwachsene betroffen. Die Krankheit verläuft meist komplikationslos, ist jedoch hochansteckend. Ausgelöst wird sie durch die Infektion mit einem menschlichen Herpesvirus. Charakteristisch für das 3-Tage-Fieber ist hohes Fieber, welches nach drei bis vier Tagen wieder zurückgeht. Daran schließt sich häufig ein Hautausschlag an, der ebenfalls nach wenigen Tagen nachlässt. Die Inkubationszeit dauert relativ lange, zwischen dem Zeitpunkt der Infektion mit dem Virus und dem Ausbruch des Fiebers können bis zu 17 Tage vergehen, durchschnittlich sind es etwa sieben bis zehn Tage.

Was sind die Ursachen für das 3-Tage-Fieber?

Das 3-Tage-Fieber wird über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Dies kann über Niesen, Husten oder Sprechen geschehen. Sind Erwachsene von der Krankheit betroffen, äußert sich diese bei ihnen durch Symptome, die denen einer Grippe ähneln. Erwachsene Patienten reagieren mit Halsschmerzen und Schnupfen. Studien zeigen, dass das 3-Tage-Fieber für Patienten mit Knochenmarktransplantationen gefährlich sein kann. Aufgrund der Schwächung des Immunsystems kann es zu schwerwiegenderen Infektionen kommen, die sich beispielsweise in der Lunge festsetzen.

Welche Symptome sind charakteristisch für die Fieberkrankheit?

7 bis 17 Tagen nach der Infektion mit dem Krankheitserreger zeigen sich in der Regel die ersten Symptome. Diese unterscheiden sich zunächst nicht sehr von anderen typischen Kinderkrankheiten. Häufig wird das 3-Tage-Fieber gar nicht erkannt, weil es einen leichteren Verlauf nimmt. In diesem Fall kann der Arzt das Virus nur durch eine Untersuchung des Blutes zweifelsfrei feststellen. Einige Anzeichen weisen jedoch speziell auf eine Infektion mit der Fiebererkrankung hin:

  • Das Fieber, welches der Krankheit ihren Namen gibt, steigt plötzlich sehr hoch an und das Kind wirkt sehr krank. Eine Temperatur von 40 Grad und mehr ist nicht ungewöhnlich. Nach drei bis höchstens vier Tagen sinkt es jedoch ganz abrupt und verschwindet schließlich vollständig. Erst zu diesem Zeitpunkt können Kinderärzte eine sichere Diagnose stellen.
  • Nach dem Rückgang des Fiebers zeigt sich ein roter Hautausschlag. Dieser beschränkt sich zu nächst auf eine kleine Hautpartie, breitet sich dann aber schnell auf den ganzen Körper aus. Besonders befallen sind Bauch, Rücken und Brust, doch auch andere Körperteile können betroffen sein. Das Exanthem erzeugt keinen Juckreiz. Nach weiteren zwei bis drei Tagen verschwindet der Hautausschlag plötzlich und ohne Narben oder andere Rückstände zu hinterlassen.
  • Weitere Begleitsymptome des 3-Tage-Fiebers sind Durchfall, Erbrechen, geschwollene Lymphknoten und ein entzündeter, roter Rachen. Die kleinen Patienten wirken meist müde und kraftlos – ein Zustand, der auch noch mehrere Tage nach Abklingen von Fieber und Hautausschlag anhalten kann.

Auswirkungen der Krankheit

In der Regel verläuft das 3-Tage-Fieber ohne Komplikationen und die kleinen Patienten erholen sich vollständig. Wer die Krankheit einmal überstanden hat, ist ein Leben lang immun und eine Neuinfektion ist ausgeschlossen. Es kann jedoch in Einzelfällen zu Fieberkrämpfen kommen. Etwa drei bis vier Prozent der Babys und Kleinkinder neigen zu Fieberkrämpfen. In diesem Fall sollte sofort ein Kinderarzt aufgesucht werden. Der Krampf ähnelt einem epileptischen Anfall, hat aber andere Ursachen. Der Körper des Kindes versteift sich, es verdreht die Augen und die Muskeln im Gesicht beginnen plötzlich zu zucken.

Bei einem Fieberkrampf muss dafür gesorgt werden, dass das Kind sich nicht verletzt und frei atmen kann. Der Krampf lässt meist schnell nach und der Körper erschlafft. Das Kind ist dann meist müde und erschöpft. Ist bereits eine Neigung zu Fieberkrämpfen bekannt, sollte das Fieber nicht über 38,5 Grad ansteigen. Fiebersenkende Mittel sollten aber nur in Absprache mit dem Kinderarzt zum Einsatz kommen. Hausmittel und homöopathische Behandlung führen oft auch zum Erfolg. Mittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, sind für Kinder nicht geeignet, da sie schwere Nebenwirkungen haben können. Besser sind Fiebersäfte oder Zäpfchen, die Paracetamol enthalten. Der Arzt wird im Fall eines Krampfs zusätzlich ein spezielles Medikament verschreiben.

Tipps zur Linderung der Symptome

Fieber, Durchfall und Erbrechen führen zu einem starken Flüssigkeitsverlust, der für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich sein kann. Daher ist es wichtig, dass die kleinen Patienten genügend trinken. Wenn sie nichts essen möchten, so ist das nicht bedenklich. Es reicht, wenn das Kind wieder Nahrung zu sich nimmt, sobald es sich besser fühlt. Verweigert das Kind jede Flüssigkeitszufuhr oder kann es nichts bei sich behalten, muss ein Arzt konsultiert werden. Es besteht die Gefahr der Austrocknung.

Die Behandlung von 3-Tage-Fieber

Die Therapieansätze im Hinblick auf das 3-Tage-Fieber beschränken sich auf die Behandlung und Linderung der Symptome. Der Körper muss die Infektion eigenständig bekämpfen, denn gegen Viren helfen Antibiotika nicht. Wadenwickel und Zäpfchen können jedoch das Fieber senken und dem Kind zumindest helfen, zur Ruhe zu kommen und sich auszuschlafen. Eine strenge Bettruhe ist nicht nötig, wenn das Kind aufstehen möchte. Es sollte jedoch zu Hause bleiben und keinen Besuch bekommen – auch wegen der Ansteckungsgefahr.

Möglichkeiten zur Vorsorge

Da das 3-Tage-Fieber genau wie eine gewöhnliche Erkältung durch eine Tröpfcheninfektion übertragen wird, ist es schwierig bis unmöglich, Kinder davor zu schützen. Eine Impfung gibt es nicht. Es ist jedoch sinnvoll, den Kontakt mit bereits erkrankten Kindern zu vermeiden. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung und Bewegung an der frischen Luft können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken, damit dieses mit Krankheiten wie dem 3-Tage-Fieber besser klar kommt.

Schwangerschaft und das 3-Tage-Fieber

Grundsätzlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass Schwangere am 3-Tage-Fieber erkranken, denn ein Großteil der Menschen steckt sich in der Kindheit mit der Krankheit an, wenngleich dies nicht immer bemerkt wird. Sollte es doch zu einer Ansteckung während der Schwangerschaft kommen, so ist das jedoch meist nicht problematisch für das ungeborene Kind oder die werdende Mutter. Trotzdem sollten Schwangere vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen, um jedes unnötige Risiko zu vermeiden und sich und das Baby zu schützen.

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