Untertemperatur – Das Fieber in die andere Richtung

Eine Untertemperatur sollte man nicht unterschätzen (Quelle: Bigstock-ID-50491877-by-Niyazz)

 

Bei der Untertemperatur handelt es sich um einen Zustand nach Kälteeinwirkung auf menschliche oder tierische Körper. Eine Untertemperatur, auch Hypothermie genannt kann nicht nur Menschen betreffen, sondern auch Tiere. Wenn ein Körper von einer Hypothermie betroffen ist, war die Wärmeproduktion über einen längeren Zeitraum geringer als die Wärmeabgabe. Hierbei kann es nicht nur zu starken Gesundheitsschäden kommen, sondern auch zum Tod.

Verschiedene Arten von Hypotherm

Wenn die Kälteeinwirkung lokal ist, kommt es nur zu einer Erfrierung. Anders ist das bei Unfällen im Wasser oder in den Bergen, denn dort müssen die Helfer sich immer auf eine Untertemperatur des Verunglückten vorbereiten. In einigen medizinischen Fällen wird bei Patienten extra eine milde therapeutische Hypothermie durchgeführt. Das geschieht in der Regel im Operationssaal, auf der Intensivstation oder in der Neonatologie. Der menschliche Körper hat viele besondere Fähigkeiten. Hierzu gehört auch, dass er seine Körpertemperatur konstant bei etwa 37 Grad aufrecht hält. Dabei ist es auch egal, ob die Umgebungstemperatur schwankt. Die normale Temperatur des Körpers kann je nach Aktivität und Tageszeit immer leicht variieren. Wenn der Körper bei Anstrengung verstärkt Wärme abgibt, verändert sich die Körpertemperatur. Das Gleiche gilt bei der Wärmeproduktion beispielsweise durch Kältezittern. Das kommt gerade bei Schüttelfrost oder Fieber sehr häufig vor. Die Temperaturen bei einer milden Untertemperatur liegen zwischen 32 und 35 Grad. Bei einer mittelgradigen Untertemperatur schwanken die Körpertemperaturen zwischen 28 und 32 Grad. Von einer schweren Hypothermie spricht man, wenn sich die Körpertemperatur unter 28 Grad befindet. Nachfolgend werden die einzelnen Symptome der jeweiligen Stadien im Überblick aufgelistet:

Milde Untertemperatur:

 

  • Muskelzittern
  • Trennung von Körperschale und Körperkern
  • Tachykardie (Herzrasen)
  • Tachypnoe (erhöhte Atemfrequenz)
  • Vasokonstriktion (Gefäßverengung)
  • Apathie (Teilnahmslosigkeit)
  • Ataxie (Störung der Bewegungskoordination
  • Das Urteilungsvermögen ist beeinträchtigt

Mittelgradige Untertemperatur:

  • Bewusstseinseintrübung
  • Bradykardie (Langsamherzigkeit / unter 60 Schläge pro Minute)
  • Größere Pupillen
  • Beeinträchtigung des Würgereflexes
  • Aufhören von Muskelzittern
  • Hyporeflexie (verminderte Auslösbarkeit eines Reflexes)
  • Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 110 mmHg)
  • Kälteidiotie (Wahnvorstellung)

Schwere Untertemperatur:

  • Bewusstlosigkeit
  • Kreislaufstillstand
  • Verminderte Hirnaktivität
  • Wasserlunge
  • Bewegungslose Pupillen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Stillstand des Atems


Die verschiedenen Abläufe im Detail

Milde Hypothermie

Bei einer milden Untertemperatur versucht der Körper des Betroffenen, die Körpertemperatur von 32 bis 35 Grad konstant zu halten. Der Körper stellt dann durch das Muskelzittern automatisch Wärme her. Darüber hinaus ziehen sich die Blutgefäße der Extremitäten zusammen. Dadurch wird die Durchblutung der äußeren Körperteile vermindert. Hierbei entsteht eine sogenannte Schale, in der sich das Blut befindet. Allerdings findet ein Austausch der Wärme zwischen der Schale und dem Körperkern nur noch bedingt statt.

Mittlere Hypothermie

Ist der Patient von einer mittelgradigen Hypothermie betroffen, wird das Bewusstsein nach und nach immer mehr eintrüben. Bei dieser Bewusstseinsstörung kann es meistens sogar zu Wahnvorstellungen kommen. Dann werden die Reflexe immer schwächer und das Muskelzittern nimmt ab.

Schwere Hypothermie

Wenn der Betroffene nur noch eine Körpertemperatur von weniger als 28 Grad hat, spricht man von einer schweren Hypothermie. Der Betroffene verliert das Bewusstsein und hat einen unregelmäßigen und sehr schwachen Puls. Dann können Herzrhythmusstörungen auftreten, was Atem- und Kreislaufstillstand zur Folge haben kann. Wenn Einsatzkräfte nicht sofort reagieren, kann nicht mehr eindeutig geklärt werden, ob der Patient noch lebt oder nicht. Bei dem Betroffenen kommt es schnell zu lichtstarren Pupillen und zur Lähmung seiner Muskulatur. Bei der schweren Untertemperatur kann man selten durch Maßnahmen wie den Puls prüfen erkennen, ob der Patient noch lebt. Betroffene werden dann häufig für Scheintod erklärt.

Die Ursachen einer Hypothermie

Die Untertemperatur kann eine von mehreren Ursachen haben. Es gibt allerdings fünf Hauptursachen, die am häufigsten auftreten. Die erste Ursache ist eine Wärmeleitung von einem warmen Körper zum Kalten. Bei der zweiten Ursache wird die Wärme an die Umgebungsluft abgegeben. Das kann unter anderem durch Wind verstärkt werden. Die dritte Ursache ist die Radiation. Hierbei handelt es sich um die Abstrahlung von Wärme des menschlichen Körpers. Eine weitere Ursache ist der Verlust von Wärme durch das Herausbringen von erwärmter Luft, auch Respiration genannt. Die letzte Hauptursache für eine Untertemperatur ist Perspiration. Dabei entsteht ein Verlust der Wärme durch Verdunstung, was zum Beispiel bei Schweiß der Fall ist.

Situationen, die zu einer Hypothermie führen

Gerade kaltes Wasser und Wind können schnell zu einer Untertemperatur führen. Mit Wasser sind zum Beispiel Ertrinkungsunfälle gemeint, bei denen der Körper stark ausgekühlt war. Der Grund dafür ist, die höhere Fähigkeit der Wärmeleitung von Wasser im Vergleich zu Luft. Durch einen Sturz in das Wasser kann der Körper ebenfalls unterkühlen beispielsweise bei Betroffenen einer Kenterung. Auch Sportler wie Schwimmer oder Surfer sind einer solchen Gefahr ausgesetzt, da sie sich lange im Wasser aufhalten. Leider sind auch gerade Kinder gefährdet, die im Sommer baden gehen. Darüber hinaus kann auch ein Einbruch ins Eis zu einer Untertemperatur führen. Auch lange Tauchgänge können gefährlich werden. Aus dem Grund sollte man immer ausreichende wärmeisolierende Kleidung tragen wie zum Beispiel ein Neoprenanzug oder ein Trockentauchanzug. Eine Hypothermie kann auch in den Bergen auftreten, wenn zum Beispiel Personen von einer Lawine verschüttet werden. Des Weiteren leiden auch viele verunglückte Bergsteiger, Bergwanderer oder Wintersportler an einer Untertemperatur. Darüber hinaus sind auch viele Menschen in Höhlen von einer Hypothermie betroffen, wenn sie wie oben beschrieben keine ausreichende wärmeisolierende Kleidung tragen. Liegen die Temperaturen in einer Höhle zwischen 2 und 8 Grad bei 100 % Luftfeuchtigkeit kann es zu einer Untertemperatur kommen, wenn man nicht vernünftig gekleidet ist. Eine Unterkühlung kann auch nach Unfällen in Höhlen passieren, bei der die Rettung sehr aufwendig war und lange gedauert hat. Auch ein Aufenthalt in kalter Umgebung ist eine Situation, bei der es zu Untertemperaturen kommen kann. Dazu gehört unter anderem unzweckmäßige oder feuchte Kleidung, im Freien einschlafen oder bewusstlos im Freien liegen. Es kann auch noch ein paar weitere Ursachen haben, warum es zu einer Hypothermie kommt. Diese werden nachfolgend im Überblick aufgelistet:

 

  • Bestimmte Erkrankungen
  • Beeinträchtigung der Bewegung (auch durch Krankheit bedingt)
  • Körperliche Überanstrengung
  • Alkoholkonsum (eine Hypothermie wird durch Alkohol begünstigt und beschleunigt, da sich die Blutgefäße erweitern und mehr Wärme abgeführt wird)
  • Seltene Krankheiten wie zum Beispiel das Shapiro-Syndrom

Die Sofortmaßnahmen bei einer Hypothermie

Zunächst erfolgt die Rettung aus der Gefahrenzone. Diese muss selbstverständlich schnell erfolgen, weil der Betroffene stets weiter auskühlt. Dabei sollte man den Patienten so wenig wie möglich bewegen. Es ist notwendig, den Unterkühlten mit einer bestimmten Trage oder einem Wirbelsäulenbrett aus dem Wasser zu tragen. Bei der Rettung muss man einiges beachten, denn wenn die Temperaturen zwischen Schale und Körperkern zu unterschiedlich sind, kann der Rettungsversuch dazu beitragen, dass die Körpertemperatur noch weiter absinkt. Das hat meistens einen Bergungstod zur Folge. Darüber hinaus ist es wichtig, die Rettungskette zu befolgen. Als Erstes muss der Eigenschutz beachtet und die Unfallstelle abgesichert werden. Anschließend sollte man sofort einen Notarzt rufen. Der nächste Schritt ist, den Betroffenen behutsam aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Am besten legt man ihn an einen Ort mit Zimmertemperatur. Wenn das nicht möglich ist, sollte der Ort wenigstens windstill sein. Der Betroffene muss flach gelagert und wenig bewegt werden. Sinnvoll ist es, ihn vollständig zu immobilisieren. Dann sollte man den Patienten mit ein paar Decken zudecken oder ihn darin einwickeln – das sorgt für den Wärmeerhalt. Dabei ist es notwendig, dass eine Rettungsdecke nicht direkt auf die Haut gelegt wird, da die Wirkung der Isolation fehlt und nichts bringt. Empfehlenswert ist in dieser Situation auch eine Hibler Wärmepackung. Dann muss man zunächst nur den Körper mit den Decken erwärmen. Die Extremitäten sollte man aussparen, da sonst der Bergungstod droht. Des Weiteren müssen ständig die Vitalfunktionen des Betroffenen kontrolliert werden. Dann muss man den Patienten so lange betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Die unterschiedlichen Stadien

Wenn der Betroffene sich nach der Rettung im Abwehrstadium befindet, kann man seine Kleidung vorsichtig entfernen. Jedoch nur so lange der Patient noch zittert. Ist der Betroffene bei vollem Bewusstsein sollte man ihm warm gezuckerte Getränke anbieten. Auf keinen Fall darf man dem Patienten Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee geben. Anschließend sollte eine gemächliche Wiedererwärmung folgen zum Beispiel mit einer Wärmflasche. Ist der Betroffene im Erschöpfungs- oder Lähmungsstadium darf er beim Ausziehen nicht bewegt werden. Die Kleidung muss man in dem Fall mit einer Schere entfernen. Danach dürfen nur langsame Aufwärmungsmaßnahmen am Rumpf durchgeführt werden. Wenn der Patient bewusstlos ist, gehört er natürlich in die stabile Seitenlage. Ist bei dem Betroffenen keine Atmung mehr vorhanden, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung unternommen werden.

Der Verlauf bei einer Hypothermie

Der Verlauf bei einer Hypothermie hängt natürlich von dem Schweregrad der Kältefolgen ab. Außerdem wird der weitere Verlauf von einer schnellen und sachgemäßen Behandlung bestimmt. Wenn eine Untertemperatur oder eine leichte Erfrierung früh und richtig behandelt wurde, sieht es für den Betroffenen sehr gut aus. Wurde die Körpertemperatur des Patienten rechtzeitig erhöht und traten keine Komplikationen wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen auf hat der Patient großes Glück. In dem Fall muss er kaum mit ernsten Folgen rechnen. Jedoch ist es leider so, dass eine Untertemperatur meistens zunächst übersehen wird. Gerade wenn durch einen Unfall weitere Schäden vorhanden sind, wird es für die Ärzte schwer. Das wirkt sich natürlich auch auf den weiteren Verlauf aus. Wenn sich die Behandlung des Patienten verzögert, können wichtige Organe lebensbedrohliche Schäden erleiden. In einigen Fällen führt das zum Tod. Wenn eine Untertemperatur gleichzeitig mit anderen schweren Verletzungen auftritt, verschlechtert sich die Prognose. Aus dem Grund sollte man jegliche Arten einer Unterkühlung vermeiden.

  • Wenn es sich um eine leichte Erfrierung oder Unterkühlung des 1. Grades handelt, heilen diese in der Regel ab, ohne dass es zu Spätfolgen kommt. Allerdings können Narben entstehen, wenn die Abheilung der Wundflächen länger dauert.
  • Bei 2. Grad einer Hypothermie oder Erfrierung sind die Prognosen auch noch recht günstig. Allerdings nur, wenn die Blasen für den Schweregrad relativ hell sind. Sollte der Inhalt der Blasen eher blutig sein, dauert der Heilungsverlauf länger. Wenn die Blasen aufgehen, wird Gewebeflüssigkeit austreten. Hierbei kann es schnell zu einer Infektion kommen, da Bakterien in die offene Stelle treten können.
  • Alles was über den 2. Grad einer Hypothermie hinaus geht kann im Extremfall eine Amputation zur Folge haben. Wenn der ganze Körper bedroht ist, kann das außerdem zum Tod führen.

Einer Hypothermie vorbeugen

Untertemperatur ist ein lebensbedrohlicher Zustand, da der Körper sehr viel Wärme verliert und diese nicht so schnell neu produzieren kann. In der Regel tritt Hypothermie auf, wenn der Körper mit zu viel kalter Luft oder Wasser konfrontiert wird. Gerade Camper, Wanderer oder Schwimmer sollten sich vorbereiten. Nachfolgend wird beschrieben, wie man einer Hypothermie vorbeugen kann.

Bei kaltem Wetter schützen

Bevor man rausgeht, sollte man generell die Situation abschätzen. Abenteurer, die gerne spontan mit einem Rucksack auf die Reise gehen, sollten sich bereits vorher über das Wetter informieren. Das gilt natürlich auch für Leute, die draußen einfach einen schönen Tag verbringen möchten. Je nachdem, wie das Wetter wird, sollte man sich entsprechend darauf vorbereiten. Allerdings sollte man gleichzeitig bedenken, dass eine Untertemperatur auch entstehen kann, wenn das Wetter warm ist. Bei Wind und feuchtem Wetter können die Körpertemperaturen schnell sinken.

 

  • Man sollte also auch wissen, wie kalt es in der Nacht werden könnte. Es ist empfehlenswert, dass man ausreichend geeignete Kleidung einpackt. Ein Schlafsack der vor Kälte schützt ist ebenfalls sehr hilfreich.
  • Darüber hinaus sollte man für den Notfall einen Plan haben. Es läuft nicht immer alles so ab, wie man es erwartet. Vielleicht muss man aus bestimmten Gründen länger draußen bleiben und deshalb ist ein Plan B das A und O. Das
    Gute Kleidung ist das A und O beim Wandern und Campen (Quelle: Bigstock-ID-60718898-by-Maridav)

    Gute Kleidung ist das A und O beim Wandern und Campen (Quelle: Bigstock-ID-60718898-by-Maridav)

    Handy sollte auf jeden Fall immer dabei sein. Und auch zusätzliche Kleidung als Ersatz sollte nicht fehlen. Wer in Wäldern oder Parks unterwegs ist, sollte sich beim Aufseher melden und in das Buch eintragen lassen. Dadurch wissen die Aufseher, dass man sich im Park befindet und sie können im Notfall nach einem suchen.

Damit man einer Untertemperatur vorbeugen kann, sollte man auf jeden Fall mehrere Lagen Kleidung tragen, damit sehr empfindliche Körperpartien geschützt werden. Diese Methode ist äußerst effektiv, wenn man den Körper vor Kälte schützen will. Dabei bringt eine Lage nicht genügend Schutz.

 

  • Gerade die Leistengegend, die Achselhöhlen, der Kopf und der Nacken sind besonders empfindlich und brauchen ausreichend Schutz. Auch die Seiten des Brustkorbs sollten geschützt werden, denn an dieser Stelle geht die Wärme schneller verloren als an anderen Körperteilen.
  • Das Lagenprinzip ist ebenfalls für Hände und Füße hilfreich. So können Frostbeulen verhindert werden. Es ist empfehlenswert, ein zweites Paar Handschuhe und Socken zu tragen. Diese sollten natürlich dünner sein als die bereits vorhandenen dickeren Kleidungsstücke.
  • Wenn man auf eine Tour geht, sollte man wie bereits erwähnt immer zusätzliche Kleidung mitnehmen. Diese sollte man im besten Fall in einem wasserdichten Plastikbeutel aufbewahren, damit sie bei Regen nicht nass werden.


Wenn man mehrere Lagen Kleidung trägt, sollte man dafür sorgen, dass diese Feuchtigkeit abhält, für Wärme sorgt und vor Witterung schützt. Es gibt bestimmte Kombinationen von Stoffen, welche am besten vor Kälte schützen. Man sollte grundsätzlich Kleidung kaufen, die für draußen geeignet ist. Auch wenn diese teurer sind, könnten sie immerhin im Notfall das eigene Leben retten.

 

  • Die erste Lage sollte einen feuchtigkeitsregulierenden Stoff beinhalten. Der soll dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit von der Haut ferngehalten wird. Wenn man also schwitzt, bleibt der Körper trotzdem trocken. Empfehlenswert ist ein langärmliges Unterhemd und eine lange Unterhose aus Polyester.
  • Bei der zweiten Lage sollte man Kleidung aus Wolle tragen, damit der Körper nicht auskühlt. Wolle ist der beste Stoff für kaltes Wetter, weil die hervorragend atmet und eine optimale Isolierung bietet sowie äußerst warm ist.
  • Zur dritten Lage gehört auf jeden Fall wasserdichte und winddichte Kleidung. Zum Schluss kann man beispielsweise eine Windjacke oder Regenschutz tragen.


Man sollte am besten so trocken bleiben, wie es geht, denn Feuchtigkeit sorgt schnell für eine Unterkühlung. Auf seinem Weg sollte man nasse Bereiche vermeiden. Wenn man allerdings wasserfeste Schuhe und Neoprensocken besitzt, sind auch feuchte Orte kein Problem. Auch Überanstrengung des Körpers kann zu einer Untertemperatur führen. Deshalb sollte man nichts überstürzen und alles ruhig angehen lassen.

 

  • Sollte es auf der Tour regnen oder sogar schneien ist es besser, sich irgendwo unterzustellen. Dort sollte man verweilen, bis es wieder trocken ist.
  • Falls man es nicht verhindern konnte und doch nass geworden ist sollte man seine feuchte Kleidung direkt ausziehen und trockene Kleidung anziehen.


Ist man in der Natur unterwegs sollte man sich vor dem Wind schützen. Wind ist in Kombination mit kaltem Wasser genauso gefährlich wie der Regen selbst. Wenn es windig ist und kalte Luft durch die Kleidung bläst, kann es sehr schnell zu einer Untertemperatur kommen. Eine Windjacke ist immer praktisch, jedoch kann der Wind trotzdem durchdringen, wenn er zu stark ist.

 

  • Wenn es also zu windig ist, sollte man sich irgendwo Zuflucht suchen, wenn es möglich ist. Erst wenn der Sturm vorbei ist kann man beruhigt weiter ziehen.
  • Wenn man keine Möglichkeiten hat sich irgendwo unterzubringen ist es empfehlenswert, in der Nähe von Bäumen oder Bergen zu bleiben. Hier steht man windgeschützter, da der Wind nicht aus allen Richtungen kommt.

 

Bei kaltem Wasser schützen

Natürlich lauern die Gefahren einer Unterkühlung nicht nur in der Natur, sondern auch im Wasser. Bevor man sich mit einem Boot auf dem Wasser niederlässt oder schwimmen geht sollte man sich mit dem jeweiligen Gewässer vertraut machen. Es ist äußerst wichtig, sich richtig auf kaltes Wasser vorzubereiten. Viele denken, dass man in einem Boot sicher ist, jedoch ist das nicht immer der Fall und man sollte unbedingt Vorsichtsmaßnahmen treffen. Darüber hinaus sollte man beim Schwimmen im Wasser aufpassen, denn selbst wenn es noch so sicher scheint, kann es in kurzer Zeit zu einer lebensbedrohlichen Situation werden.

 

  • Auch wenn das Wasser Temperaturen zwischen 21 und 26 Grad hat, kann es unter Umständen zu einer Unterkühlung kommen.
  • Wenn das Gewässer unter 21 Grad hat sollte man allerdings besonders vorsichtig sein. Bevor man in das Wasser geht, sollte man sich immer mit seiner Sicherheitsrüstung vertraut machen.


Ein Gewässer sollte nicht ohne eine Rettungsweste betreten werden. Die Weste kann den Kopf im Notfall über Wasser halten und somit das eigene Leben retten. Darüber hinaus ist es äußerst wichtig, den Kopf warmzuhalten, was mit einer Rettungsweste kein Problem ist.

 

  • Rettungswesten sind für alle Leute zu empfehlen, die gerne auf und im Wasser sind. Man kann sie ganz einfach online oder in einem Outdoor-Shop erwerben. In manchen Fällen kann man sie auch direkt vor Ort erhalten. Wichtig ist auch, dass Kinder stets eine Rettungsweste tragen. Für Kinder gibt es ganz spezielle Westen. Diese sollten immer genau passen und weder zu groß noch zu klein sein.


Wenn man im Wasser ist, sollte man einen zu dollen Wärmeverlust vermeiden. Das kann man tun in dem man zum größten Teil still bleibt. Planschen und langes Schwimmen verursachen zu viel Wärmeverlust. Der Vorgang kostet den Körper wichtige Energie, die er benötigt, um warm zu bleiben.

 

  • Dabei ist es empfehlenswert, nicht immer wieder den Kopf in das Wasser zu tauchen. Dadurch verliert man nicht nur viel wärme, sondern der Kopf kühlt vom Untertauchen zusätzlich aus, was sehr gefährlich werden kann.
  • Wenn man bereits unterkühlt ist sollte man auf keinen Fall mehr schwimmen. Nur wenn ein Boot oder das Land in direkter Nähe ist, darf man eine Ausnahme machen. Sollte nichts dergleichen in unmittelbarer Nähe sein, ist es sinnvoll, auf den Rettungsdienst zu warten und sich ruhig zu verhalten. Es ist auch wichtig, dass man nicht in Panik gerät.


Es gibt eine empfohlene Position, die man im Wasser halten kann, damit der Wärmeverlust so gering wie möglich ist. Wenn man die Position im Notfall einnimmt, erhöht das die Überlebenschancen enorm. Dabei muss man lediglich die Beine zusammenhalten, die Arme gegen den Körper und den Kopf über dem Wasser halten.

  • Allerdings kann man genau diese lebenswichtige Position natürlich nur
    Auf einem Boot sollte man immer eine Rettungsweste tragen (Quelle: Bigstock-ID-44361796-by-l i g h t p o e t)

    Auf einem Boot sollte man immer eine Rettungsweste tragen (Quelle: Bigstock-ID-44361796-by-l i g h t p o e t)

    einnehmen, wenn man eine Rettungsweste trägt. Man muss in der Lage sein, still im Wasser zu treiben. Arme und Beine sollten nicht bewegt werden.

  • Wenn mehrere Leute dabei sind sollte man sich mit denen zusammendrängen und die gleiche Position einnehmen. Gruppen überleben in der Regel häufiger als einzelne Personen.

 

 

Bildquellen:
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